Rennbericht BMW Radsport Vierermannschaftszeitfahren am 17.09.2016

IMG-20160919-WA0001[1]Nachdem es in dieser Saison nie so richtig rund lief, wollte ich zum Saisonende mit dem von BMW Radsport organisierten Vierermannschaftszeitfahren auf dem Messgelände von BMW in Ismaning nochmal an einem Rennen teilnehmen, dass vor allem Spaß machen sollte. Also meldete Markus unser Team mit Andreas, Marco und mir für die 9 Runden auf der 7,7km Runde an. Um die letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf das Maximum aus der Form herauszuholen, hab ich mir vom Verein eine Zeitfahrmaschine ausgeliehen und nach über einem Jahr also zum ersten mal wieder auf einem Zeitfahrrad gesessen. Das bedeutete bei jeder Trainingsfahrt noch einmal etwas an der Position herumzubasteln: Auflieger weiter nach unten, Sattel nach vorne, Sattelstütze noch etwas weiter nach oben… Bis zur letzten Testfahrt zwei Tage vor dem Wettkampf hatte ich dann wieder eine ganz gute aerodynamische Sitzposition gefunden, die aber auch nach eineinhalb Stunden nicht zu unangenehm war.

Processed with Snapseed.Zum Rennwochenende begann dann leider auch der Herbst. Das bedeutete einen deutlichen Temperatureinbruch und Dauerregen. Auf der Warmfahrrunde ließ sich schon erahnen, wie das Rennen ablaufen würde. Auf der Start/Zielgeraden rollte es wunderbar, nach der riesigen 180° Grad-Kurve, die voll durchgefahren werden konnte, musste auf der Gegengerade umso mehr getreten werden, denn auf der offen liegenden Strecke stand ein starker Wind. Vor allem mit der flatternden Regenbekleidung beim Warmfahren, fühlten sich die 30km/h schon richtig schwer an. Danach ging es erstmal wieder ins beheizte Auto um das Aufwärmprogramm abzuschließen.

Pünktlich um 10.42 ging es für unser Team dann an den Start. Markus fuhr gleich als erster in die Führung und gab ein gutes Tempo vor. Die ersten 3 Kilometer bis zur ersten Kurve fühlten sich noch etwas merkwürdig an. Bei 50km/h das Wasser vom Hinterrad des Vordermanns ins Gesicht zu bekommen, ist sicherlich nicht das Schönste. Aber nach einer halben Runde, hatten wir schon einen guten Rhythmus gefunden und die äußeren Bedingungen waren so gut wie vergessen.

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Die Wechsel klappten sehr gut, obwohl wir, außer beim Warm-Up, noch nie zu viert zusammen Rad gefahren sind. Schon nach einiger Zeit konnten wir die ersten anderen Mannschaften überholen. So verging das Rennen Runde für Runde und auch nach 55 der 70 km waren die Beine noch richtig frisch, sodass ich versuchte nochmal etwas aufs Gaspedal zu drücken und insbesondere auf der Gegengerade mit Gegenwind länger in der Führung zu bleiben. Die letzte halbe Runde dann nochmal Endspurt und es war geschafft.

Bei der Siegerehrung humpelten einige der Athleten gezeichnet von den eineinhalb Stunden in Aeroposition bei niedrigen Temperaturen zum Podest. Wir konnten einen zehnten Platz belegen, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 45 km/h. Es gab sicherlich noch Verbesserungspotential; ab und zu sind doch ein paar Löcher gerissen und die Abstände waren im Windschatten vielleicht etwas zu groß. Aber mit Platzierung können wir auf jeden Fall zufrieden sein. Es war ein schöner Event und wir haben ein paar starke Teams hinter uns gelassen. Mal schauen, was im nächsten Jahr möglich ist…

Jonas

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