Bericht Bayrische Strassenmeisterschaft in Baiersdorf


(Dank an Markus Swassek für die Fotos)

Sonntag Morgen 5.50 Uhr, strömender Regen… der Wecker klingelt… normalerweise der richtige Zeitpunkt die Decke über den Kopf zu ziehen und noch eine Runde zu schlafen… Nicht so an diesem Tag!
Der Wetterbericht hat für den Norden Bayerns zumindest trockenes Wetter versprochen. Also ab die Post und auf in den „Kampf“.

Die Strecke dieser bayrischen Meisterschaft war mir völlig neu, ich musste mich also überraschen lassen. im Vorfeld hat man so einiges gehört wie: sehr schwerer Kurs, sehr bergig. etc. Und in der Tat war ein längerer Anstieg auf der 5x zu fahrenden Runde zu absolvieren. Mein Glück war, dass der Wind einiges dazu bei getragen hat, dass es Ausreißergruppen schwer hatten weg zu kommen. Der Wetterbericht hat gehalten, was er versprochen hat. Trotz vieler Wolken blieb es trocken.

Nachdem ich in der zweiten Runde einigermaßen gut über den Berg „gerollt“ bin, hatte ich zum ersten mal das Gefühl, dass das heute etwas werden könnte. Bei der kommenden Zieldurchfahrt habe ich mir die Zielgerade genau eingeprägt und bereits überlegt wo der beste Zeitpunkt für einen Antritt wäre. Die nächsten Runden verliefen genau nach meinem Plan. Keine Gruppe konnte sich entscheidend absetzen und so kam es zu dem von mir favorisierten Szenario: eine Sprintankunft des Hauptfeldes. Die Abfahrt war nervös und hektisch, der Kampf um die beste Ausgangsposition eröffnet. Ein Umstand der mir Spaß macht! Eins war mir von vorne herein klar: diesen Sprint kann nur gewinnen, wer in der Kurve vor dem Ziel mindestens unter den Top Ten ist. Meine Devise war „lieber vorne sterben als hinten nichts erben“. Gesagt, getan! Ich bin an Postion 2 auf die Zielgerade gebogen und habe den Antritt noch etwas hinaus gezögert um nicht zu früh im Wind zu sein. Noch einmal klack -klack, einen ordentlich dicken Gang aufgelegt und dann:

Bääääämm!! – Vollgas nach vorne!

Ich spürte, dass ich nicht langsam war, aber dennoch die Zielgerade laaaaaang wurde… von hinten kam aus meinem Windschatten Holger Hauser aus Strullendorf und Markus Swassek vom Team Baier Landshut und sprinteten an mir vorbei. – aber der Rest des Feldes war bereits geschlagen und weit zurück, so dass ich als 3ter den Zielstrich überquerte. Alles in allem war es ein super Rennen – sehr gut organisiert und das Ergebnis war weit über meinen Erwartungen. Mit der Bronze Medaille war ich diesmal sehr zufrieden.

Markus Köcknitz